Haussanierung – Was muss man technisch beachten?

Haussanierung – Fehler vermeiden

Der Umfang und die Ausführung einer Haussanierung kann sehr unterschiedlich sein. Wichtig ist der Zustand vor der Sanierung und welche Maßnahmen durchgeführt werden sollen. Am Ende einer Sanierung steht immer eine Wertsteigerung und eine bessere Funktionalität der Immobilie.

Eine völlige Entkernung des Gebäudes und damit eine Totalsanierung ist dann angebracht, wenn die inneren Räume in so einem desolaten Zustand sind, dass eine Sanierung der Wände und Böden einen unverhältnismäßig hohen Aufwand bedeuten würden. Zudem kann ein für heutige Verhältnisse unpraktischer Grundriss der Wohnungen innerhalb des Gebäudes durch eine Totalsanierung geändert werden.
Ein weiterer wichtiger Grund für eine große Sanierung kann auch bestehende Feuchtigkeit sein. Ein Gebäude trocken zu legen, ist nicht einfach und benötigt ein hohes Maß an Fachwissen, um den Fortschritt der Zerstörung durch die Nässe erkennen zu und um die geeigneten Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Ein stark von Nässe und Feuchtigkeit unterwandertes Haus kann auch ein Fall für die statische Prüfung sein. Denn die Stabilität ist besonders bei Bruchsteinmauerwerk durchaus infrage zu stellen.
Besteht für den gesamten Kellerbereich ein Befund auf Nässe, muss natürlich zuerst die Sanierung und Versiegelung der Mauern erfolgen, um weiteres Eindringen von Wasser zu verhindern. Dies sind sehr umfangreiche Maßnahmen. Zum Beispiel muss der gesamte äußere Bereich um das Haus bis zum Fundament aufgegraben werden. Dann erfolgt eine Isolierung des Mauerwerkes und die Legung einer Drainage rund um das Gebäude. Befindet sich das Haus in einem Bereich mit steigendem Grundwasserspiegel, so wird auch eine automatisch arbeitende Pumpe installiert werden müssen. Im Innern des Gebäudes erfolgt die Versieglung des Kellerestrichs, vorzugsweise mit wasserabweisendem Beton. Eine sogenannte weiße Schale wird errichtet. Erst dann kann mit der eigentlichen Trockenlegung begonnen werden.

Zur Trockenlegung haben sich auf Kondensierung basierende Trockner bewährt. Diese werden in den Raum gestellt oder zentral von einem Punkt aus mit Schläuchen im Gebäude installiert. Der vom Trockner angesaugten Luft wird das Wasser entzogen. Da auch Feuchtigkeit in Wänden dem Verdunstungsprinzip folgen muss, wird die durch die Trockner erzeugte trockene Luft mit Feuchtigkeit aus den Wänden wieder angereichert. Die Trockner bleiben solange im Einsatz, bis die Feuchtigkeit im Gemäuer einen bestimmten Wert unterschreitet.

Bild: s.media  / pixelio.de

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